Die Chancen der neuen Anti-Krebs Ernährung von Dr. Johannes Coy

Und was es mit dem TKTL1-Gen auf sich hat.

Jährlich erkranken 436.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs. Von heute auf morgen führt diese Diagnose bei vielen Betroffenen in eine tiefe Krise, sie haben Angst und sind unsicher.


DR. RER. NAT. JOHANNES COY

Bereits vor mehr als einem Jahrhundert versuchten Ärzte über eine bestimmte Ernährung bösartige Tumore, also den Krebs, auszuhungern. Das Heilfasten zum Beispiel, ein Verzicht auf Brot oder eine Öl-Eiweiß-Kur sollten sie unschädlich machen.

 

Jüngste Ergebnisse aus der Genforschung ermöglichen es heute, einen positiven Nachweis für dieses Vorgehen zu führen.

 

Allen voran hat der Biologe und Krebsforscher (u.a. am deutschen Krebsforschungszentrum) Dr. Johannes Coy eine besondere Entdeckung im Umgang mit der Krankheit Krebs gemacht. Er erkannte, dass nicht Herkunft oder Lokalisierung der Krebszelle die entscheidende Rolle für ihre Bösartigkeit spielen, sondern ihr Stoffwechsel. Mit Hilfe der richtigen Ernährung – in der Literatur auch als das „Coy-Prinzip“ beschrieben – könne dieser Krebszellen-Stoffwechsel umgestellt werden.

 

So ist Dr. Coy davon überzeugt, dass insbesondere die Kohlenhydrate in unserer Ernährung für den weltweiten Anstieg der Krebsraten – auch in Deutschland – mitverantwortlich sind. Als Argument für seine These vergleicht er die Situation in China und Indien, wo die Zahlen der Krebserkrankungen nur in den Regionen deutlichan steigt, wo die Ernährung nach westlichem Standard erfolgt. Ein Standard mit stark Zuckerfreisetzenden Lebensmitteln wie Brot, Nudeln, Kartoffeln, Süßigkeiten und süße Getränke. Diese erhöhen den Blutzucker- und damit den Insulinspiegel und haben auf Basis der Forschungen von Coy krebsfördernde Eigenschaften. Auch ein Blick ins Tierreich zeigt, dass dort nur die Tiere (z.B. Hunde und Katzen) an Krebs erkranken, die kohlenhydratreiches Fertigfutter bekommen. Noch eine sehr interessante Feststellung wird von Dr. Coy beschrieben und von ihm argumentativ gewertet. Da unser Herz die benötigte Energie nur aus Fett gewinnt und nicht aus Zucker, der aber von der Krebszelle vergärt wird, ist dieses Organ vor Krebserkrankung sicher. Eine „Herzkrebserkrankung“ ist nicht bekannt.

 

In diesem Zusammenhang entdeckte Dr. Coy bereits vor 17 Jahren das TKTL1-Gen, dessen Funktionsfähigkeit er seit dem Jahre 2005 beweisen kann. Wird dieses Gen in einer „gutartigen“ Tumorzelle aktiviert, entsteht daraus eine aggressive Milchsäureproduzierende Krebszelle.

 

Tumorzellen können sich vermehren, und der Tumor wächst. Kontrolliert wird das Tumorwachstum vom Immunsystem und von den Nachbarzellen. Es gelingt ihm nicht automatisch, in das umliegende Gewebe einzudringen, um es anzugreifen. Das gelingt erst der Krebszelle. Diese wächst zerstörerisch, sie kann sich überall im Körper ansiedeln und Metastasen bilden.

 

Der Prozess vom „Gutartigen“ ins „Bösartige“ hängt davon ab, wovon sich die Zelle ernährt!

 

Die Tumorzelle gewinnt ihre Energie noch wie unsere normalen Zellen durch die Verbrennung von Fett, Zucker und Eiweiß. Dieses geschieht in den Mitochondrien, unseren Zellkraftwerken. Eine Krebszelle dagegen schaltet um und ernährt sich nur noch von Zucker. Die Zelle bildet aus Zucker Milchsäure und scheidet diese ins umliegende Gewebe aus. Die ausgeschiedene Milchsäure zerstört das Gewebe und ermöglichtd er Krebszelle, invasiv zu werden und Metastasen zu bilden.

 

Das heißt, dort, wo ein aktives TKTL1-Gen in den Tumorzellen auftritt, handelt es sich um lebensbedrohende bösartige Krebszellen. Erschwerend hinzukommt, dass man weiß, dass das Umschalten der Zelle auf Milchsäuregärung diese auch weniger empfindlich für Chemotherapie und Bestrahlung macht. So zeigt eine im März veröffentlichte Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums, dass mit der Hemmung des TKTL1-Gens die Ergebnisse der Therapien wieder deutlich verbessert werden konnten.

 

Über den EDIM-TKTL1-Bluttest ,der die Fresszellen des Immunsystems auf Antigene untersucht, lassen sich die bösartigen Zellen in einem Tumor aufzeigen.

 

Da diese noch nicht mit einem entsprechenden Medikament elimniert werden können, muss dem Vergärungsprozess von Zucker in der Krebszelle anders begegnet werden: Mit einer zucker- und stärkearmen Ernährung soll die Krebszelle ausgehungert werden!

 

Bereits der Nobelpreisträger Otto Heinrich Warburg hatte 1924 festgestellt, dass Krebszellen ihre Energie durch Vergärung gewinnen. Da es aber erst heute gelungen ist, diese Erkenntnisse genetisch zu beweisen, wird auch erst heute über spezielle Ernährungsformen nachgedacht.

 

Da die Krebszelle einen zwanzigfach höheren Bedarf an Zucker hat als eine normale Zelle, ist sie genau an dieser Stelle angreifbar. Entzieht man ihr Zucker, ist sie gezwungen, wieder auf Verbrennung in den Mitochondrien umzuschalten. Der Vergärungsprozess kann gestoppt werden, und die Krebszelle verwandelt sich zurück in eine Tumorzelle oder verschwindet ganz. Auch können die Tumorzellen wieder behandelt werden. Die Chancen, mit der Chemo- oder Strahlentherapie erfolgreich zu therapieren, steigen.

 

Dem Krebs vorbeugend und symptomorientiert essen – aber wie? Die Empfehlung von Dr. Coy: „Essen wie die Steinzeitmenschen!“

Sein Ernährungskonzept basiert auf viel Eiweiß in Form von gutem Fleisch und Fisch oder Quark und Käse. Dazu viel rohes oder nur leichtgegartes Gemüse sowie zuckerarmes Obst (darunter möglichst viele Beeren), etwas Urgetreide, Samen, Nüsse und den richtigen pflanzlichen Ölen. Auch der grüne japanische Tee, zehn Minuten gezogen, sollte nicht fehlen. Er rät, auf ein Übermaß an Zucker und Stärke zu verzichten und Abstand vom Verzehr von Transfettsäuren oder Acrylamiden aus Fertigprodukten, Geräuchertem und Gepökeltem zuhalten.

 

Neben der Ernährung setzt er auf Bewegung, auf eine Stärkung des körpereigenen Immunsystems und, falls notwendig, auf dierechtzeitige Eindämmung von Entzündungsherden im Körper.

 

Nicht nur die Möglichkeiten der neuen Anti-Krebs Ernährung nach Dr. Johannes Coy finden bei betroffenen Patienten im ganzheitlichen ASLAN Therapiekonzept Berücksichtigung. Als Voraussetzung für ein individuell ausgerichtetes Therapiekonzept verschaffen sich die ASLAN Ärzte – immer in Absprache mit den Patienten – durch den EDIM-TKTL1-Bluttest zusätzlich Sicherheit darüber, ob und in welchem Umfang bösartiges und nur schwer therapierbares Zellmaterial vorhanden ist.



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