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Ein Indianer kennt keinen Schmerz - Warum Männer den Arzt meiden

Lange Zeit haben Mediziner und Sozialwissenschaftler Unterschiede der Geschlechter im Umgang mit der eigenen Gesundheit ignoriert. Ärzte sprechen noch immer gerne vom Patienten, ohne geschlechtsspezifische Merkmale.


Männer fühlen sich gut bis zum bitteren Ende.
Männer fühlen sich gut bis zum bitteren Ende.

Aber es gibt sie, die Unterschiede und viele kennen sie: Mimen Männer bei kleinen Unpässlichkeiten nicht gerne den sterbenden Schwan und wenn es richtig ernst ist, wird der Schmerz verdrängt und der Arzt erst in allerletzter Minute aufgesucht. Frauen passiert so etwas seltener. Sie gehen in der Regel dann zum Arzt, wenn es nötig ist.

 

Inzwischen zeigen wissenschaftliche Arbeiten, dass Männer anders ticken als Frauen, wenn es um das Wohlergehen von Körper und Psyche geht.

 

Erhebungen des Robert-Koch-Institutes zeigen deutliche Unterschiede der Geschlechter. Zum Beispiel beim Umgang mit Alkohol: Bei 30 Prozent der deutschen Männer zwischen 30 und 64 Jahren liegt der tägliche Durchschnittskonsum über dem tolerablen Grenzwert. Bei Frauen sind es nur 15 Prozent. 37 Prozent der Männer über 18 Jahre rauchen regelmäßig, die Frauenquote liegt bei 28 Prozent. Wertet man die Zahl der Verkehrsunfälle aus, so sind 57 Prozent aller Verletzten und Getöteten im Straßenverkehr Männer. Hintergrund der Unglücke ist oft eine riskante Fahrweise, die bei männlichen Autofahrern ausgeprägter ist als bei weiblichen. Selbst bei der Ernährung wurden vom Robert-Koch- Institut Unterschiede ausgemacht. Mehr als 70 Prozent aller Männer zwischen 30 und 64 sind übergewichtig. Bei Frauen sind es nur 53 Prozent.

 

Trotz dieser eindeutigen Zahlen fühlen sich viele Männer blendend. 84 Prozent beschreiben den eigenen Gesundheitszustand als „gut“ und „sehr gut“. Diese Widersprüche verwundern nicht und entsprechen dem Rollenbild der Gesellschaft. Privat sind Männer offener und lassen sich schon bei Bagatellen gerne von ihren Mitmenschen pflegen. Hier können sie die Fürsorge genießen, die sie sonst nicht zulassen.

 

Die Psychologen wissen heute, dass Männern oft ein Körperbewusstsein abgeht. Gesundheit ist da und wird erst dann wahrgenommen, wenn sie schwindet. Hinzu kommt das Misstrauen in die eigenen Fähigkeiten, den Gesundheits-zustand selbst beeinflussen zu können. Doch was beim weiblichen Geschlecht wirkt, wirkt auch beim Mann.

 

Die Ärzte der ASLAN Institute wissen aber, dass Männer anders behandelt werden wollen als Frauen. Das fängt bei der Diagnose an. Teilweise kann die gleiche Erkrankung abhängig vom Geschlecht ganz unterschiedliche Symptome zeigen, etwa beim Herzinfarkt oder einer Depression. Leider ist auch immer wieder festzustellen, dass Männer weniger bereit sind, Therapien, Medikamentenverordnungen oder neue Verhaltensregeln einzuhalten.

 

Sobald die Symptome verschwinden, ist der Fall erledigt. Dr. Simon Gütl aus dem ASLAN Gesundheitszentrum in Bad Reichenhall berichtet aus der täglichen Praxis, dass er – wenn möglich – gerne die Lebenspartnerin des Patienten einbezieht. „Frauen sind oft gute Coaches bei Männerkrankheiten“, sagt er. „Sie kümmern sich um die Medikamenteneinnahme, organisieren Termine und Behandlungen, motivieren ihren Partner und buchen in der Regel auch den ASLAN Gesundheitsurlaub bei uns in Bad Reichenhall.“ In der Tat scheint eine feste Lebensbeziehung eine gute Lebensversicherung zu sein.

 

Das Robert-Koch-Institut hat festgestellt, dass die Sterblichkeit bei Solo-Männern zwischen 30 und 60 Jahren rund 2,5fach höher liegt als bei jenen, die in einer Partnerschaft leben.



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