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Ernährung: Die Unverträglichen

Milch, Obst, Gemüse und Brot gelten als Inbegriff gesunden Essens. Aber viele Menschen reagieren auf diese Lebensmittel mit Beschwerden.


Was unsere Ernährung betrifft, leben wir im Schlaraffenland. Frische Früchte und Gemüse, Milchprodukte, Backwaren – wir können alles haben. Doch dieses große Angebot kann Risiken mit sich bringen.

 

Viele Menschen reagieren auf bestimmte Produkte mit Verdauungsstörungen und die Diagnose „Nahrungsmittelunverträglichkeit“ hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Wissenschaftliche Erhebungen zeigen, dass etwa 20 Millionen Bundesbürger Obst oder Milchprodukte schlecht vertragen. Ein Prozent der Bevölkerung reagiert empfindlich auf Histamin. Macht unsere Nahrung krank?

 

„Viele Unverträglichkeiten sind auf unsere Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen“, berichtet die ASLAN Ernährungsberaterin Dorothee Joch. Bei der so genannten Malabsorption werden die Nährstoffe im Dünndarm nicht optimal verdaut. Das bekannteste Beispiel ist die Milchzuckerunverträglichkeit (Laktose-Intoleranz). Ursache dieser Störung ist ein Mangel an dem Enzym Laktase, das den Milchzucker in Glukose und Galaktose aufspaltet. Diese Einfachzucker können dann über die Darmschleimhaut ins Blut aufgenommen werden. Funktioniert die Aufspaltung nicht richtig, kommt es im Darm zu Gärprozessen. Bauchkrämpfe und Durchfälle sind die Folge. Mit zunehmendem Alter wird die Wahrscheinlichkeit, an einer Laktose-Intoleranz zu leiden, immer wahrscheinlicher. Diese Entwicklung erklärt, warum Supermärkte heute verstärkt laktosefreie Milchprodukte anbieten; auch in Apotheken füllen Laktase-Präparate gegen Milchzuckerunverträglichkeiten die Regale. „Oft werden kleinere Mengen an Milchprodukten von den Betroffenen noch vertragen“, weiß Dorothee Joch, vom Ernährungsexpertin vom ASLAN Institut Olsberg. „Denn ob man nach dem Genuss von Milch Bauchweh bekommt, hängt vor allem von der Menge ab.

 

Ob man auf Fruchtzucker (Fruktose-Intoleranz) mit Darmbeschwerden reagiert, ist ebenfalls eine Frage der Dosis.“

Diese Zuckerart befindet sich in Obst und Fruchtsäften. Wegen ihrer starken Süßkraft wird sie auch zahlreichen Fertigprodukten, Fastfood oder Softdrinks beigefügt. Bei einer Unverträglichkeit ist der Transportmechanismus gestört, mit dem der Fruchtzucker vom Dünndarm in den Blutkreislauf geschleust wird. Die Fruktose gelangt in den Dickdarm, hier bauen Bakterien sie ab, dabei entstehen Darmgase. Auch hier steigt die Zahl der Menschen, die mit diesen Beschwerden kämpfen.

 

Von einer Krankheit möchte die ASLAN Ernährungsberaterin jedoch nicht sprechen, denn auch hier sind die Ernährungsgewohnheiten oft mitentscheidend. Die Betroffenen sollten für zwei bis vier Wochen ganz auf fruktosehaltige Lebensmittel verzichten. Anschließend können kleine Mengen Obst mit nur wenig Fruktose, wie etwa Bananen, Grapefruits und Kiwis wieder verzehrt werden; auf Äpfel, Birnen und Trockenobst sollte weiter verzichtet werden.

 

Bei der Histamin-Intoleranz ist das Beschwerdebild sehr diffus. Die Symptome reichen von Hautausschlag, migräneartigen Kopfschmerzen und Bluthochdruck bis zu Durchfall und chronischer Erschöpfung. Mit einer histaminarmen Ernährung kann auch hier eine Besserung der Symptome herbeigeführt werden; das heisst auf den Verzehr von zum Beispiel Lebensmittel wie Salami, Meeresfrüchte, Sauerkraut und reife Käsesorten zu verzichten.

Histamin ist ein Abbauprodukt, das dann entsteht, wenn Nahrungseiweiß sich zersetzt. Daher gilt: Je kürzer der Zeitraum zwischen dem Kochen und dem Verzehr einer Mahlzeit, desto weniger Histamin ist in dieser enthalten. Menschen mit einer Intoleranz müssen aber auf histaminreiche Speisen nicht ganz verzichten, denn es kommt auch hier auf die verzehrte Dosis an.

 

Bei einer Zöliakie hilft nur eine lebenslange strikte Diät. Bei dieser Intoleranz – auch Sprue genannt – reagieren die Betroffenen überempfindlich auf Gluten. Das Klebeeiweiß steckt in den meisten Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste oder Hafer. Wer an Zöliakie leidet, muss diese Lebensmittel, vor allem Brot ganz weglassen, weil schon winzige Mengen Gluten heftige Beschwerden auslösen. Dabei beginnt die Erkrankung schleichend und ruft eine Vielzahl von Symptomen hervor die Verstopfung, Durchfall, Gewichtsverlust, Eisen-, Kalzium- oder Magnesiummangel. „Früher wurde die Diagnose Zöliakie sehr selten gestellt, heute trifft sie bereits jeden Hundertsten“, erklärt Dorothee Joch. Stephan Der Anstieg begründet sich einerseits darin, dass diagnostischen Möglichkeiten heute stark verfeinert sind, sodass die Erkrankung häufiger erkannt wird. Andererseits stehen auch Umwelteinflüsse unter Verdacht, das immunologische Gleichgewicht zu verschieben. Daher könnten sie als Auslöser für die Erkrankung infrage kommen.

 

Mit der ASLAN Ernährungstherapie können Nahrungsmittelunverträglichkeiten diagnostiziert und identifiziert sowie diesen gezielt entgegen gewirkt werden. Die ASLAN Ernährungstherapie können Sie bei ASLAN in Olsberg oder in Bad Steben durchführen.



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