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Frage: Wenn wir etwas gegen das Altern unternehmen und gesünder altern wollen, dann müssen wir zunächst verstehen, was Alterung eigentlich ist? Antwort:
Wir alle altern. Unsere Körperfunktionen lassen Jahr für Jahr, ganz allmählich und langsam, nach. Unsere Muskeln, Sehnen und Bänder verlieren an Kraft, aber auch unser Gedächtnis und unser Konzentrationsvermögen werden beeinträchtigt. Schreitet der Alterungsprozess weiter fort, können damit auch ganz bestimmte Krankheiten auftreten: Die sogenannten „altersbedingten Erkrankungen“. Beispiele hierfür sind etwa die nachlassende Stabilität unserer Knochen, die sogenannte Osteoporose, Herzschwäche oder auch bestimmte Formen von rheumatischen Erkrankungen oder Gelenkerkrankungen. Alterung lässt sich im Grunde sehr einfach beschreiben. Denn sie ist nichts anderes, als eine sich laufend vergrößernde Anzahl von Schäden, die sich in all unseren Zellen im Laufe unseres Lebens ansammeln. Unsere Zellen müssen einen funktionierenden Stoffwechsel betreiben, um genügend Energie zu haben, damit sie ihre vielfältigen Aufgaben erfüllen können. Solche Aufgaben sind etwa Reparaturen, also Regenerationsaufgaben, oder die Produktion bestimmter Stoffe und Hormone usw. Schäden in unseren Zellen führen jedoch dazu, dass der Zellstoffwechsel nur noch eingeschränkt funktioniert. Das heißt, die Zellen weisen Leistungseinbußen auf. Dies führt dazu, dass ihnen weniger Energie zur Verfügung steht, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Als erstes Anzeichen des Alterungsprozesses bemerken wir daher auch, dass wir mit 30 Jahren nicht mehr so schnell laufen oder so viel körperliche Arbeit verrichten können, wie wir dies vielleicht noch mit ca. 20 Jahren konnten. Kommen weitere Zellschäden hinzu, werden auch die Leistungseinbußen größer und führen zu stärkeren Funktionseinschränkungen. Unsere Hautzellen beginnen allmählich ihre Regenerationskraft zu verlieren und erste Falten werden sichtbar. Schließlich wird auch unser Abwehrsystem schwächer, und wir werden anfälliger für Krankheiten und Infektionen: Unsere Regenerationskräfte lassen insgesamt nach. Darum benötigen wir mit vorgerücktem Alter mehr Zeit, um uns von Anstrengungen und Krankheiten zu erholen.
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