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Schmerz hat unendlich viele Gesichter. Er kann brennen, stechen, ziehen, sich anschleichen oder blitzartig einschiessen. Trotz vielfältigster Medikamente sind Ärzte oft nicht in der Lage, ihren Patienten zu helfen. Nur langsam wird akzeptiert, dass der Schmerz nicht nur Ausdruck einer Krankheit, sondern die Krankheit selbst sein kann. Infolge unzureichender Behandlung werden die Beschwerden oft chronisch. Leidtragende sind vor allem Menschen in der zweiten Lebenshälfte. Der Mythos, Menschen im fortgeschrittenen Alter würden Schmerzen weniger stark empfinden als jüngere, ist weit verbreitet. Er beruht auf der Annahme, das Alter selbst sei bereits ein Schmerzmittel. Offenbar ist aber genau das Gegenteil der Fall. Eine Untersuchung an ca. 8000 Patienten mit Muskel-Skelett-Schmerzen zeigte, dass gerade ältere Menschen vermehrt an chronischen Beschwerden leiden. Dauern Schmerzen länger als sechs Monate an, werden sie als chronisch eingestuft. In solchen Fällen hat der Schmerz oftmals die Ursache überlebt. Von einer warnenden Funktion des Schmerzes kann nicht mehr gesprochen werden. Ausserdem werden gerade ältere Menschen oft von mehreren Schmerzzuständen gleichzeitig befallen. Häufig kommen weitere Beschwerden wie Schlafstörungen, Gewichtsverlust, Konzentrationsstörungen oder auch Magen-Darmprobleme als Folgeerscheinungen des chronischen Schmerzes hinzu. Mit all diesen Begleiterscheinungen,wird ein Leben mit chronischen Schmerzen für die Betroffenen immer mehr zur Hölle. Jeder Mensch hat ein individuelles Schmerzempfinden. Dies hängt von körperlichen, psychischen, kulturellen und sozialen Faktoren ab und entwickelt sich erst im Laufe unseres Lebens. Chronischer Schmerz wird mit steigendem Lebensalter intensiver wahrgenommen und hält sich trotz Therapie um so beständiger, je länger er schon existiert. Aus Erfahrungsberichten und Gesprächen mit Patienten in der zweiten Lebenshälfte, die sich im Rahmen der ASLAN® Originaltherapien behandeln lassen, wissen wir, dass die Beschwerden älterer Menschen häufig unterschätzt werden. Dies liegt auch an einem besonderen Verhalten dieser Menschen, das sich darin ausdrückt, dass sie selbst glauben, ihre Schmerzen seien eine schicksalhafte Begleiterscheinung des Alters oder eine bösartige Krankheit. Schmerzreize werden vom Körper über spezifische Strukturen, sogenannte Nozizeptoren, aufgenommen. Diese wandeln die Schmerzinformationen in ein elektrisches Signal um, welches über mehrere Umschaltstationen schliesslich das Gehirn erreicht. Erst jetzt wird uns der Schmerz bewusst. Akute Schmerzen können meist schnell und wirksam durch die Einnahme eines Medikamentes behoben werden. Komplizierter gestaltete sich die Behandlung bei chronischen Schmerzerkrankungen. Hier lindern Medikamente die Schmerzen oft nur und müssen zudem über Jahre hinweg eingenommen werden; dies kann mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden sein. Daher ist es besonders wichtig, dem Schmerz auf anderen Wegen Paroli zu bieten. Im Rahmen der ASLAN® Originaltherapien werden eine Vielzahl von schmerztherapeutischen Behandlungen durchgeführt. Dabei werden die körperlichen, psychischen und sozialen Faktoren der Entstehung und Aufrechterhaltung chronischer Schmerzen in einem ganzheitsmedizinsichen Behandlungsplan integriert. Die folgenden Therapien haben sich im Rahmen der Schmerzbehandlungen an unseren medizinischen ASLAN Instituten als besonders erfolgreich erwiesen: Die Neuraltherapie (Segment- und Störfeldtherapie), die Akupunktur mit ihren jahrhundertealten Erfahrungen aus der traditionellen chinesischen Medizin, Magnetfelder oder das erwärmte Quarzsandbett. Spezielle Entspannungsverfahren wie zum Beispiel die Muskelentspannung nach Jacobsen oder autogenes Training, gezielte Bewegungstherapien und Krankengymnastik oder das breite Spektrum der physikalischen Therapien stellen ebenfalls wichtige Elemente der Schmerzbehandlung dar. Die physikalischen Therapien arbeiten mit Wärme, Kälte, Wasser, Druck, Berührung und Elektrizität. All diesen Therapieformen gemeinsam ist, dass durch physikalische Reize körpereigene Funktionen stimuliert und Verspannungen gelöst werden. Gerade auch die gezielte Anwendung des Wirkstoffes Procains, "ein königlicher Wirkstoff" - wie ihn Prof. Dr. Dr. Ana Aslan liebevoll bezeichnete - spielt bei der Behandlung von Schmerzpatienten eine wichtige Rolle. Die Substanz Procain blockiert (vorübergehend) die Erregungsleitung in den Nerven und hemmt die Bildung von C-reaktivem Protein, das bei entzündlichen Schmerzen um das Hundert- bis tausendfache ansteigt und die Symptome der Entzündung weiter provoziert. Darüber hinaus ist Procain in der Lage, die Produktion des ebenfalls am entzündlichen Schmerz beteiligten Interleukin-6 zu hemmen. Unsere Erfahrung zeigt, dass sich die Behandlung mit Procain bei entzündlichen und verschleissbedingten Gelenkerkrankungen (z.B. Arthritis und Arthrose) besonders gut eignet. Darüber hinaus werden während der ASLAN® Therapien zusätzlich z.B. auch Vitamine und Hyaluronsäure verabreicht. Gerade die Vitamine C und E haben Radikalfängereigenschaften, wie übrigens auch das Procain. Freie Radikale werden dauernd in unserem Körper gebildet und greifen ihn dadurch an, dass sie als Schmerzstoffe unsere Nervenzellen erregen. Diesen Prozess beobachtet man auch bei rheumatischen Erkrankungen. Die erregten Nervenzellen leiten die Schmerzempfindung weiter über die Nervenbahnen. Werden die freien Radikale gefangen, lässt der Schmerz nach und Entzündungen können abheilen. Nicht jede Methode ist für alle Patienten gleichermassen geeignet. Jedoch lassen die in der Regel zwei- bis drei-wöchigen ASLAN Therapien genügend Zeit und Spielraum, um die Erfolge all dieser komplementären Therapieverfahren sichtbar und vor allem spürbar zu machen.
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